Die Bundesregierung hat Ende vergangenen Jahres ein Konjunkturpaket für Bundesbauten in Höhe von 875 Millionen Euro in Form vorgezogener Projekte der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) geschnürt. Von den vorgezogenen 58 Projekten, die noch heuer oder 2010 begonnen werden können, wird auch die österreichische Bundeshauptstadt profitieren - alleine acht der Projekte, die durchwegs zu den größten Vorhaben zählen, befinden sich in Wien…
So wird unter der architektonischen Leitung von Zaha Hadid und Peter Cook ab Ende 2009 die Neue Wirtschaftsuniversität als völliger Neubau am Prater südlich der Messe entstehen. Auch beim Justizzentrum Baumgasse ist ein Baustart noch im heurigen Jahr vorstellbar, sowie auch eine umfassende Sanierung des Bundesrechenzentrums im 3. Wiener Gemeindebezirk mittels der Förderung des Bundes realisiert werden kann. Weitere wichtige Projekte sind der Neubau, wie die Erweiterung und Generalsanierung verschiedener Bundesschulen, wie auch die Sanierung des Bildhauerateliers der Akademie der Bildenden Künste.
Insgesamt stehen der Bundeshauptstadt Wien 430 Millionen Euro zur Verfügung – im Vergleich dazu stellt die Erweiterung des Schulzentrums in St. Pölten mit 44,9 Millionen Euro das größte Projekt in den Bundesländern dar. Langfristig finanzieren sich die Projekte über höhere Mieten, für die der Bund Sonderbudgets bereitstellt. Der Baustart soll so bald wie möglich eingeleitet werden, BIG-Chef Christoph Stadlhuber erklärt: “Wir wollen im Sommer mit vielen Arbeiten beginnen, weil dann Schulen und Universitäten leer sind”.
Von den Investitionen werden vor allem auch die Klein- und Mittelbetriebe profitieren, insbesondere was die thermische Sanierung der Bauten betrifft – man rechnet damit, dass die Hälfte der Gesamtsumme dem Kleingewerbe zugute kommt. Porr-Boss Wolfgang Hesoun hält die Aufträge für 2010 besonders entscheidend, da sonst der Mitarbeiterstand von 400.000 Beschäftigten nicht gehalten werden könne. “Es darf jetzt auch keine bürokratischen Verzögerungen mehr geben.“
Quelle: Wiener Zeitung, Wien Printausgabe vom Mittwoch, 11. März 2009

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